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Willkommen.

Auf der ganzen Welt nimmt der PANTHER an traditionellen Begrüßungsritualen teil, entweder als Hautdarsteller oder in der Rolle des Co-Zelebranten.

 

Hal Airport Bengaluru, Indien. Die Mitglieder der Flughafenfeuerwehr haben in den letzten Tagen die Einschulung und das Ersttraining auf ihren neuen Einsatzfahrzeugen absolviert, jetzt machen sie die beiden PANTHER bereit für die Übergabe- und Einstandsfeier. Sie werden mit Blumen, Girlanden und Bananenblättern geschmückt und mit Swastikas, einem roten Kreuzsymbol, das im Hinduismus für Sonne und Leben steht und Glück bringen soll, verziert. Kleine Opfergaben, Früchte und Kokosnüsse, werden vor den Fahrzeugen am Boden ausgelegt, dann kommt der hinduistischer Priester, der die Puja genannte Zeremonie leitet. Er umrundet die PANTHER drei Mal, steigt in die Kabinen, steckt den Kopf in die Geräteräume und zitiert dabei, Reis und Körner auf die Fahrzeuge streuend, unaufhörlich Mantras: Alle Fahrten mögen gut verlaufen, unfallfrei und ohne Schaden. Zum Abschluss werden die Früchte und Nüsse am Boden zerbrochen und bekommen alle, die an der Zeremonie teilgenommen haben, einen roten Punkt auf die Stirn. Ein Erinnerungsfoto, und die neue PANTHER können mit dem Beistand der Götter ihren Dienst antreten.

 

Pushback-Zeremonie in den USA

Rituale wie die hinduistische Puja gibt es auch in der christlichen Tradition Europas, wo neue Feuerwehrfahrzeuge von einem Priester gesegnet und einem Schutzpatron – meist dem Hl. Florian – geweiht werden, bevor sie ihr Einsatzleben beginnen. In den USA wiederum heißt man neue Fahrzeuge mit der traditionellen Pushback Ceremony willkommen. Dabei kommen Feuerwehrleute mit Freunden und Familienmitglieder zusammen und schieben sie rückwärts in die Wachen. So geschehen zuletzt mit dem PANTHER am Waukegan National Airport in Illinois, auf der Robins Airforce Base in Georgia oder am Fort Lauderdale-Hollywood International Airport in Florida, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Zeremonie geht zurück auf das 19. Jahrhundert, als Handdruck- und Dampfspritzen noch von Pferden gezogen wurden und die Gespanne nach den Einsätzen rückwärts in die Feuerwehrhäuser geschoben werden mussten.

 

Shinto-Feier in Japan

Sogar die Ausmusterung des PANTHER war schon einmal Anlass für eine Zeremonie. Neunzehn Jahre stand das allererste Fahrzeug auf dem Kansai International Airport im Einsatz und die Betreiber waren derart zufrieden, dass sie ihm nach seiner Verabschiedung einen Ehrenplatz in einem Shinto-Schrein am Flughafen einräumten. Nicht in voller Größe, so viel Platz wäre nicht gewesen, sondern mit Bildern, dem Original-Typenschild und, stellvertretend für das ganze Fahrzeug, dem Dachwerfer als eine Art Opfergabe.

 

Wassertaufen weltweit

Es muss aber nicht der PANTHER selbst sein, dem eine Zeremonie gilt. Viel öfter sorgt er für den richtigen Rahmen, Stichwort „Water Salute“. Dabei stellen sich zwei Fahrzeuge gegenüber auf und zaubern in dem Moment, in dem ein Flugzeug dazwischen durchfährt, einen Wasserbogen in die Luft. Wenn sich die beiden Wasserfontänen dann noch exakt über dem Flugzeug treffen, stehen die Chancen gut, dass die Aktion in die Liste der spektakulärsten Water Salutes (https://www.anna.aero/arch-of-triumph) aufgenommen wird.

 

Die Zeremonie der Wassertaufe geht auf die maritime Tradition der Schiffstaufe zurück und wurde von den Fluggesellschaften in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts übernommen. Jedes Mal, wenn eine neue Flugroute eröffnet wird und der Erstflug stattfindet, wenn eine Strecke zum letzten Mal bedient wird, wenn ein langgedienter Flugzeugkapitän seine letzte Landung macht, aber auch beim Jungfernflug eines neuen Flugzeugmodells oder wenn ein ganz besonderer Flug (z.B. der längste Nonstop-Flug) durchgeführt wird, fahren Flughafenlöschfahrzeuge zum Salut aus. Weltweit. Ein besonderer Empfang wurde zum Beispiel dem medizinischen Fachpersonal bereitet, das nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie zur Unterstützung ihrer Kollegen nach Wuhan gereist war und nach Peking zurückkehrte. Ihnen zu Ehren haben sich nicht wie üblich zwei, sondern gleich sechs PANTHER an dem Willkommensgruß beteiligt.

Pushback Ceremony, Fort Lauderdale, USA.

Pushback Ceremony, Fort Lauderdale, USA

Vorbereitung der Fahrzeugsegnung (Puja-Zeremonie) in Bengaluru, Indien.

Vorbereitung der Fahrzeugsegnung (Puja-Zeremonie) in Bengaluru, Indien

Ehrenplatz im Shinto-Schrein des Kansai International Airport in Japan.

Ehrenplatz im Shinto-Schrein des Kansai International Airport in Japan

„Water Salute“ in Budapest, Ungarn.

„Water Salute“ in Budapest, Ungarn